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20.11.2014

Bericht über den Besuch einer Gruppe in der Flughafenseelsorge.


„Denn wie der Blitz bis zum Westen hin leuchtet, wenn er im Osten aufflammt, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein.“(Mt 24,27).

Diese Bibelstelle ist in der Kapelle der Flughafenseelsorge am Frankfurter Flughafen als Bild mit Hilfe von Pfeilen, wie man sie auf einem Flugfeld findet, dargestellt.

Am 16. Juli unternahmen Studenten der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar mit Prof. Günter Riße, der Dozent für Religionswissenschaften und Fundamentaltheologie ist, eine Studienfahrt zum Flughafen Frankfurt, mit dem Ziel, einen Einblick in die Flughafenseelsorge zu bekommen, aber auch um etwas über die anderen Religionen zu erfahren.

Am Flughafen angekommen wurden wir von P. Heinz Golgdkuhle SAC, dem Leiter der Katholischen Flughafenseelsorge, empfangen. Dieser machte uns zunächst mit der Geschichte des Flughafens und dann mit seiner Arbeit als Flughafenseelsorger vertraut. Er stellte uns in der ökumenischen Flughafenkapelle seine verschiedenen Arbeits- und Aufgabenbereiche vor, wie z.B. Seelsorge für Reisende oder Angestellte des Flughafens, aber auch Flüchtlingsseelsorge und Begleitung der in der Abschiebebeobachtung Tätigen.

Nach dem Mittagessen in der Kantine des Terminal 1, aus der man eine hervorragende Sicht auf das Geschehen auf dem Flugfeld hat, führte uns P. Goldkuhle durch die verschiedenen Gebetsräume der anderen Religionen. Die meisten von uns waren zum ersten mal in einer Synagoge oder einer orthodoxen Kapelle. Anschließend besuchten wir, begleitet von Orhan Öcal, die Moschee des Flughafens. Hier gewährte uns Herr Öcal einen Einblick in die muslimische Glaubenswelt, indem er uns z.B. den täglichen Ablauf in einer Moschee erkärte, oder uns eine Stelle aus dem Koran vortrug. Außerdem erhielt auch jeder der Studenten eine Deutsche Übersetzung des Koran als Geschenk.

Abschließend versammelten wir uns wieder in der Kapelle, wo P. Goldkuhle zusammenfassend über die Situation in der Flughafenseelsorge berichtete. Es wurde deutlich, dass hier die interreligiösen Begegnungen auf Respekt, Zusammenarbeit und Achtung vor der fremden Religion basieren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir auf dieser Studienfahrt sowohl einen sehr guten Einblick in die Möglichkeit friedlichen und respektvollen Zusammenlebens der verschiedenen Religionen als auch in die Arbeit der Flughafenseelsorge bekommen haben. Hier hat man es mit den verschiedensten Menschen und Schicksalen zu tun. Meiner Meinung nach hat man hier als Seelsorger eine sehr wichtige Aufgabe, da viele Menschen auch in einer schwierigen oder gar verzweifelten Situation Hilfe suchen. Als Seelsorger kann man so Ansprechpartner sein und Menschen in solchen Situationen eine helfende Hand reichen.