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Wir kommen und gehen
Wolken im Wind
wer kann es verstehen
wozu wir sind?

Wir kommen und gehen
Spuren im Sand
die Spuren verwehen
keinem bekannt.

Wir gehen und wandern
wer treibt uns voran
von einem zum andern
wer zieht uns an?

Wir gehen und hoffen
gegen den Schein
die Zukunft ist offen
sind wir nicht sein?

(Lothar Zenetti)

Wir sind sein, sind in Gott geborgen! – Das sagt die religiöse Überzeugung der alten jüdisch-christlichen Tradition und Erfahrung (ca. 700 v.Chr.: Buch des Propheten Jesaja 43,1). Im Hin und Her des Lebens und im Auf und Ab des Alltags dürfen wir uns geschützt, geborgen und getragen wissen von Gottes guten Händen. 

Dies ist eine Gewissheit, die Orientierung, Hoffnung, Zuversicht und Trost schenken kann. In der Flughafen-Seelsorge möchten wir Menschen, die auf Schienen- und Luftwegen unterwegs sind, vorübergehend hier am Flughafen leben, dauerhaft hier arbeiten oder flüchtig unterwegs sind, Vertrauen in diese Gewissheit vermitteln. 

Jede und jeder ist eingeladen und willkommen, egal welcher Herkunft, welcher Hautfarbe, welcher religiösen Überzeugung oder sexuellen Orientierung. Wir missionieren nicht, sondern versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten denen zu helfen, die auf der Suche sind nach einem Ziel oder einem Sinn für ihr Leben. 

Dabei halten wir es mit dem Schriftsteller Reiner Kunze, der sagt:

Wer da bedrängt ist,
findet Mauern, ein Dach 
und muss nicht beten.